{"id":1093,"date":"2019-08-07T12:42:48","date_gmt":"2019-08-07T10:42:48","guid":{"rendered":"https:\/\/mirkokulig.com\/?p=1093"},"modified":"2019-09-20T16:28:53","modified_gmt":"2019-09-20T14:28:53","slug":"rettung-der-kindheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mirkokulig.com\/en\/rettung-der-kindheit\/","title":{"rendered":"Rettung der Kindheit"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n\n\n\n<p>Memorandum f\u00fcr eine elementare Handlungsp\u00e4dagogik<\/p>\n\n\n\n<p>Peter Guttenh\u00f6fer 2011<\/p>\n\n\n\n<p>Auf unserer sch\u00f6nen Erde ist die Natur in Gefahr.\nPflanzen und Tiere verlassen den Planeten, <\/p>\n\n\n\n<p>und vom Klima sprechen alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber noch etwas ist in Gefahr: die Kindheit.<\/p>\n\n\n\n<p>In allen L\u00e4ndern der Welt verst\u00e4rkt sich der Druck\nauf die Kinder: Immer fr\u00fchere Einschulung, staatliches Curriculum f\u00fcr die\nersten 10 Lebensjahre, Lesenlernen mit 3 Jahren, Versch\u00e4rfung der Konkurrenz\nunter den Kindern, Pr\u00fcfungen, intellektualisierter Unterricht, wenig Bewegung,\nkeine Kunst, kein Spiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Hause: Zerbrechende Familien, gestresste\nEltern, Arbeitslosigkeit, Armut, die Kinder alleingelassen vor dem Bildschirm,\nComputerspiele. Auch die Kinder der Reichen sind arm!<\/p>\n\n\n\n<p>Lasst uns das N\u00f6tigste f\u00fcr die Erhaltung der\nKindheit tun! Schenken wir unseren Kindern wenigstens 10 Jahre Kindheit. Nur\ndann werden sie als erwachsene Menschen Phantasiekraft genug haben, das Leben\nauf der Erde neu und besser zu gestalten als wir. Denn es geht um die Erde, um\ndie Jugendkr\u00e4fte der Erde.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSchule\u201c muss neu gedacht werden! Schule, in der\ndie Kinder so leben, spielen und arbeiten k\u00f6nnen, dass ihre nat\u00fcrliche\nImaginationsf\u00e4higkeit sich in sch\u00f6pferische Phantasie umwandeln kann. In der\nsie ohne Druck und Angst leben k\u00f6nnen, so dass sie sogar beim Lernen gl\u00fccklich\nsind und gesund werden.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Gef\u00e4hrdung der Kindheit durch\nSchule<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zivilisation,\ndie von Westeuropa aus in den letzten Jahrhunderten die ganze Menschheit\nergriffen hat, ist kindheitsfeindlich. Das Leben in den St\u00e4dten zeigt es in\naller Sch\u00e4rfe: Jede unbeaufsichtigte Bewegung eines Kindes ist\nlebensgef\u00e4hrlich. Spielen ist verboten. Der Ma\u00dfstab aller Dinge ist die\nungehinderte individuelle Selbstverwirklichung des erwachsenen Menschen in den\nmateriellen Bedingungen des Erdendaseins. Kindheit und Alter sind nichts\nanderes als l\u00e4stige, unvermeidbare Nebenwirkungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Kindheit soll\ngenutzt werden. Bei den ersten Anzeichen eines Vorstellungsverm\u00f6gens des Kindes\ngreift die staatliche Organisation zu: Mit der Schulpflicht. Weltweit zeigt\nsich die Tendenz, den obligatorischen Schulbesuch bis an den Beginn des f\u00fcnften\nLebensjahres vorzuverlegen. Wirtschaftliches Kosten-Nutzen-Denken steuert die\nBildungsprozesse, sowohl organisatorisch als auch inhaltlich. In den meisten\nL\u00e4ndern der Welt sind die Lehrer notorisch unterbezahlt; zu dem Ungl\u00fcck der\nKinder kommt also das Ungl\u00fcck der Lehrer hinzu. Das tr\u00e4gt zu der prinzipiellen Antipathie\nzwischen Lehrern und Sch\u00fclern bei. <\/p>\n\n\n\n<p>Noch immer wird\ndas Kind als Objekt der Sozialisierung betrachtet, nicht als Subjekt seiner\nSelbsterziehung. Es wird noch nicht als Tr\u00e4ger seines Rechts auf freie\nErziehung und Entwicklung anerkannt, sondern als Tr\u00e4ger der Pflicht zum\nSchulbesuch. In Wahrheit liegt die Pflicht auf Seiten der Erwachsenen; das Kind\ntritt mit der Geburt in seine Rechte ein. Die <\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n-2-<\/p>\n\n\n\n<p>1989 von fast\nallen Staaten der Erde unterzeichnete UN-Kinderrechts-Konvention ist ein\nAusdruck dieses neuen Bewusstseins; der Verwirklichung der darin formulierten\nIdeale <\/p>\n\n\n\n<p>k\u00f6nnen wir uns\naber nur n\u00e4hern, wenn wir in vollem Ernst erkennen, was Janusz Korczak gesagt\nhat: \u201eDas Kind wird nicht erst ein Mensch, es ist ein Mensch!\u201c&nbsp; <\/p>\n\n\n\n<p>Die gegenw\u00e4rtige\nMissbrauchs-Diskussion hat ans Licht gebracht, dass in den h\u00e4sslichen\nEinzelph\u00e4nomenen eine tiefere Lebensschicht an die Oberfl\u00e4che tritt, in der\nungel\u00e4utertes Triebleben und Eigensucht mit dem Grundtrieb unserer modernen\nZivilisation, von allem Besitz ergreifen zu m\u00fcssen, eine gef\u00e4hrliche Mischung\nbilden. Auswirkungen dieser Tiefenschicht sind u. a. die weltweit verbreitete\nGewaltp\u00e4dagogik, der Stil der Schulbauten, die Bewegungsfeindlichkeit der\nUnterrichtspl\u00e4ne, mit einem Wort: Die normale Tagesordnung von \u201eSchule\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Kind als\nSubjekt seiner Selbsterziehung anzuerkennen, ist schwer genug, ist aber als\nIdee endlich in der Menschheit angekommen. Ein n\u00e4chster Schritt der Umwandlung,\ndessen Richtung sich aus dem folgenden Satz Rudolf Steiners ergibt, ist\nnotwendig: \u201eJede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als\nLehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes.\u201c Diese\nUmgebung den Anforderungen einer fruchtbaren Entwicklung des Kindes\nentsprechend zu gestalten, w\u00fcrde f\u00fcr die Erwachsenen eine tiefgreifende\nUmwandlung ihrer Denk- und Lebensgewohnheiten bedeuten. Die Zivilisation m\u00fcsste\nvon den Fundamenten her umgestaltet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgangspunkt ist\nder Grundsatz: Lehrer und Kind arbeiten und lernen gemeinsam. Die Kinder\nunserer Zeit akzeptieren nicht mehr den Pauker, sowenig wie sie akzeptieren\nk\u00f6nnen, dass sie durch Unterrichtsplan und Schulzimmer ganztags vom\neigentlichen Leben isoliert werden. Im besten \u2013 oder schlimmsten \u2013 Falle beugen\nsie sich. Vom 12. Lebensjahr an beginnen sie sich zu wehren. Die Probleme, die\ndamit auftreten, werden von den Erziehenden Disziplinprobleme genannt. Die\nWahrheit ist, dass das Kind seiner Natur nach t\u00e4tig sein will, Schule der\nheutigen Art aber produktives T\u00e4tigsein der Kinder verhindert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wille des Kindes\nist auf T\u00e4tigkeit aus; Lehrer und Erzieher beziehen von daher das Programm\nihrer eigenen Selbsterziehung. Die von Rudolf Steiner begr\u00fcndete\nWaldorf-P\u00e4dagogik baut urspr\u00fcnglich darauf, dass der Lehrer ein Lernender und\nnicht unbedingt der akademisch ausgebildete Fachp\u00e4dagoge ist. Heute k\u00f6nnen wir\nhinzuf\u00fcgen: Der Lehrer muss ein Arbeitender sein. Anders gewendet: Warum sind\ndie beiden produktiv arbeitenden Menschentypen, der Landwirt und der\nHandwerker, heute aus dem erzieherischen Prozess ausgeschieden? Der typische\nheutige Lehrer ist ja ein Mensch, der auf Kosten der Gemeinschaft von der produktiven\nArbeit befreit wird, um sich ganz der Unterrichtung der Kinder widmen zu\nk\u00f6nnen. Auch die Kinder selbst sind von aller Arbeit losgel\u00f6st, um f\u00fcr das\nLernen frei zu sein. Dieser Zustand soll sich in den derzeit wohlhabenden\nL\u00e4ndern der Welt idealerweise bis zum 25. oder gar 30. Lebensjahr erstrecken.\nDass die Volkswirtschaften das nicht tragen k\u00f6nnen, wird langsam sichtbar. Dass\nes vor allem zum Ruin der Erde beitr\u00e4gt, ist erst wenigen Menschen deutlich\ngeworden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSchule\u201c heute\nist also das Ergebnis der mitteleurop\u00e4ischen Kulturprozesse der letzten 250\nJahre, die auf Zersplitterung der Lebensvorg\u00e4nge hinausgelaufen sind. Die\nZersplitterung macht sich besonders schmerzhaft darin geltend, dass Arbeit und\nLernen, Spiel und Arbeit, <\/p>\n\n\n\n<p>-3-<\/p>\n\n\n\n<p>Handwerk und\nBildung, Kindheit und Industriegesellschaft, Stadtzivilisation und Landkultur\nusw. v\u00f6llig auseinandergefallen sind. Schule ist heute ein Ort, wo das Kind dem\nLeben entfremdet wird. Ihre Veranstaltungen sind k\u00fcnstlich, und die sogenannte\n\u201eMotivation\u201c der Sch\u00fcler ist oft nichts anderes als ihre N\u00f6tigung durch die Abschl\u00fcsse\nund das daran gebundene Berechtigungswesen. Das ist kindheitsfeindlich, denn\ndas Kind ist ein Gegenwartswesen, das seinen Daseinssinn unmittelbar geistig-sinnlich\nerf\u00e4hrt und nicht einer vorgestellten Zukunft und irgendwelchen Vorstellungen\nvon Kompetenzerwerb entnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Umwandlung von Schule<\/p>\n\n\n\n<p>Wie muss \u201eSchule\u201c\nalso sein, wenn sie eine dem heutigen Kind gem\u00e4\u00dfe Umgebung darstellen will? Novalis\nhat in seinem Fragment PAEDAGOGIK die Richtung gewiesen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Erziehung von Kindern, wie Bildung eines\nLehrlings \u2013 nicht durch directe Erziehung \u2013 sondern durch allm\u00e4liches\nTheilnehmen lassen an Besch\u00e4ftigungen etc. der Erwachsenen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die erziehenden Erwachsenen\nm\u00fcssen besch\u00e4ftigt sein! Und zwar nicht mit direkter Erziehung von Kindern,\nsondern mit den das Leben begr\u00fcndenden und gestaltenden Besch\u00e4ftigungen. Dazu\ngeh\u00f6ren nat\u00fcrlich auch Schreiben, Lesen, Rechnen und Singen. Und wie lernt der \u201eLehrling\u201c?\nIm ersten Jahrsiebt durch Nachahmung, im zweiten durch Nachmachen. Hiermit\nentstehen Bilder von sinnvoll besch\u00e4ftigten Erwachsenen, deren Besch\u00e4ftigungen\nnachahmenswert sind und die auch nachgeahmt, bzw. nachgemacht werden k\u00f6nnen,\nweil sie sich in sichtbaren Handlungen, in vernunftgef\u00fchrten Bewegungen ihrer\nArme und Beine ausdr\u00fccken. Und das Genie des Kindes, das in dem Umkreis dieser\nBesch\u00e4ftigungen mitlebt, besteht darin, durch die nachahmende und nachmachende T\u00e4tigkeit\nseine Selbsterziehung zu praktizieren. Das nennen wir Spiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachzuahmende\nBesch\u00e4ftigungen liegen vor allem in den Bereichen von Land- und Gartenbau,\nHandwerk und Hauswirtschaft, also in jenen Bereichen, in denen durch Substanzumwandlung\ndie elementaren \u201eLebensmittel\u201c geschaffen werden und die ungl\u00fcckseligerweise in\ndem Erziehungsfeld \u201eSchule\u201c nicht zur Wirkung gekommen sind. Rudolf Steiner hat\nsie schon ansatzweise in den p\u00e4dagogischen Raum hereingeholt; das macht heute\neine der Besonderheiten der Waldorfp\u00e4dagogik aus. Gerade in diesen Bereichen\naber kommt der jetzigen Menschheit sch\u00e4rfer und sch\u00e4rfer zum Bewusstsein, dass\nreduktionistische Weltauffassung und egoistisches Profitstreben zur Zerst\u00f6rung\nunserer Lebensgrundlagen f\u00fchren. Das erkennen wir an den katastrophalen\nAuswirkungen der industrialisierten Landwirtschaft f\u00fcr die B\u00f6den und Landschaften,\ndie Bienen, die Qualit\u00e4t der Nahrungsmittel usw., das zeigt uns die Qual\nunserer Tiere, das Sterben der W\u00e4lder.<\/p>\n\n\n\n<p>Zerst\u00f6rung der\n\u00d6kosysteme und Gefahren des Klimawandels wecken uns heute auf und fordern neues\nHandeln. Hier schlie\u00dfen sich die Ideen zusammen: Die Erwachsenen wenden sich der\nErde wieder zu, nehmen Abschied von Profitsteigerung und Massentierhaltung; die\nAchtung vor den Mitgesch\u00f6pfen, die uns zu dienen bereit sind, wird\nhandlungsleitend. Und sie nehmen die Kinder mit! Sie schlie\u00dfen sie nicht weg in\nKinderg\u00e4rten, Horten, Schulstuben, sondern sie arbeiten mit ihnen zusammen, die\nKleinen spielend, die Gr\u00f6\u00dferen <em>allm\u00e4hlich\nan den Besch\u00e4ftigungen der Erwachsenen teilnehmend<\/em>, wie Novalis geschrieben\nhat. Da sp\u00fcren wir das Bed\u00fcrfnis nach einem neuen \u201ecurriculum\u201c; wir sehen eine\nneue Bewertung der F\u00e4cher nach Haupt- und Nebenf\u00e4chern, da werden die weltweit heiligen\nK\u00fche Muttersprachliche Richtigkeit, Nationalliteratur und Mathematik in den\ngleichen Rang gestellt mit neuen Hauptf\u00e4chern wie Gartenbau und Handwerken.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n-4-<\/p>\n\n\n\n<p>Idealer Ort f\u00fcr\neine solche Erziehungsumgebung w\u00e4re nat\u00fcrlich der landwirtschaftliche Hof. Er\nm\u00fcsste allerdings tiefgreifend um- und neugestaltet werden, wenn er eine\n\u201evollst\u00e4ndige <\/p>\n\n\n\n<p>Umgebung\u201c\n(Goethe, P\u00e4dagogische Provinz) f\u00fcr das sich selbst erziehende Kind darstellen\nund zugleich die auf ihm lebenden und arbeitenden Menschen ern\u00e4hren soll.* Es\nist also nicht gemeint der \u201eSchulbauernhof\u201c, sondern eine Gemeinschaft von\narbeitenden Menschen, die sich durch biologisch-dynamische Landbaukultur der\nWiedergewinnung der Jugendkr\u00e4fte der Erde widmen wollen. Also nicht <em>direkte Erziehung <\/em>des Kindes, von der\nNovalis abr\u00e4t, sondern Hereinnehmen des Kindes in dieses T\u00e4tigkeitsmilieu, Mitlebenlassen\ndes Kindes in dem Willensstrom der Erwachsenen. Und die \u201eSchulstube\u201c geh\u00f6rt mit\nhinein in dieses Milieu, allerdings in verwandelter Form. Au\u00dfen- und Innenr\u00e4ume\nergeben zusammen eine vollst\u00e4ndige Umgebung. Wie das im Einzelnen gestaltet\nwerden kann, h\u00e4ngt von zahlreichen jeweiligen Bedingungen ab und kann hier\nnicht diskutiert werden<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist deutlich,\ndass hiermit nur in eine bestimmte Richtung gewiesen werden soll, in der das\nIdeal zu ahnen und zu suchen w\u00e4re. Es w\u00e4re aber ein Ausdruck von\nWirklichkeitsblindheit, zu erwarten, dass der biologisch-dynamische Landbau\nauch noch die P\u00e4dagogik retten k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Gedanken\nf\u00fchren uns weiter:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1. \u201eHof\u201c w\u00e4re zwar eine ideale Umgebung,\nist aber nicht Bedingung. \u201eSchule\u201c hat sich ja vor allem in st\u00e4dtischem Milieu\nentwickelt, muss also im wesentlichen innerhalb der Stadtzivilisation\nverwandelt werden. Stadtzivilisation aber muss, wie gesagt, selbst ganz und gar\numgestaltet werden, was nur durch eine vollkommen neue Art von Erziehung der\nKinder und sicherlich nur in einem jahrzehnte- oder gar jahrhundertlangen\nProzess gelingen kann. <\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2. Unter den derzeitigen politischen,\nsozialen und kulturellen Bedingungen der meisten Staaten der Erde ist an einen\nwirksamen Wechsel des p\u00e4dagogischen Paradigmas nur zu denken, wenn man bereit\nist, die Umwandlung von \u201eSchule\u201c in einen Lernort, an dem die Kinder zu\nwirklicher Zukunftst\u00fcchtigkeit heranwachsen, zun\u00e4chst in kleinem Ma\u00dfstab vorzustellen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Small is Beautiful<\/p>\n\n\n\n<p>Was der Mensch in\nseinen ersten Jahren lernt \u2013 und wie er es lernt &#8211; , ist f\u00fcr die Gestaltung des\nLebenslaufes von besonderer Wichtigkeit. Wir wollen hier die ersten drei\nLebensjahre unber\u00fccksichtigt lassen, da wir jedem Kind auf Erden w\u00fcnschen,\nwenigstens diese erste Lebenszeit in der Obhut einer Familie aufwachsen zu\nd\u00fcrfen. Dass dieser Wunsch f\u00fcr hunderttausende von Kindern nicht in Erf\u00fcllung\ngeht, er\u00f6ffnet ein weiteres Problemfeld, das aber in dem Zusammenhang dieser\n\u00dcberlegungen nicht auch bearbeitet werden kann. Es geht hier darum, das Bild\neines Lernorts zu entwerfen, wo das Kind vom 4. bis zum 10. Lebensjahr leben,\nlernen und gedeihen kann, eine Skizze von \u201eSchule\u201c, in der drei Jahre\nKindergarten-Periode und vier Jahre \u201eSchulzeit\u201c ein Kontinuum von sieben Jahren\nbilden. Am Ende dieser Entwicklungsphase hat das Kind ein Stadium erreicht, wo\nes im Sinne der modernen Salutogenese-Forschung \u00fcber eine elementare\n\u201eGrundausstattung\u201c mit den F\u00e4higkeiten der Koh\u00e4renz (seelisches Verbundensein\nmit der Welt) und der Resilienz (Kraft zum Bejahen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p>*Eine\nsolche tiefgreifende Neugestaltung von Landwirtschaft in Hinblick auf gesunde\nErn\u00e4hrung, \u00f6kologische Nachhaltigkeit, Privatbesitz an Boden, Technisierung,\nVermarktungsformen etc. wurde ja durch die weltweite Bewegung des\nbiologisch-dynamischen Landbaus begonnen. Das Streben nach zeitgem\u00e4\u00dfen\nGemeinschaftsformen findet u. a. seinen Ausdruck in CSA (Community Supported\nAgriculture).<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n-5-<\/p>\n\n\n\n<p>und Meistern von\nWiderst\u00e4nden) verf\u00fcgt. Das Kind hat sich zu diesem Zeitpunkt, der in der\nanthroposophischen Anthropologie mit dem bildhaften Ausdruck \u201eRubikon\u201c\nbezeichnet wird,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; gewisserma\u00dfen\nseine individuelle biologische, seelische und geistige Gesundheit aufgebaut,\ndie ihm die Kraftquelle daf\u00fcr sein wird, die Krisen der folgenden Jahre und des\nLebens \u00fcberhaupt zu bestehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn sich das\nKind also wenigstens bis zu dem gekennzeichneten Zeitpunkt in einer Atmosph\u00e4re\nentwickelt, die \u201edie freie Entfaltung seiner Pers\u00f6nlichkeit\u201c, wie sie das\nGrundgesetz fordert, zul\u00e4sst und erm\u00f6glicht, so ist es f\u00fcr die kommenden\nHerausforderungen ger\u00fcstet. Innerhalb der Phase, die drei Kindergartenjahre und\nvier \u201eSchuljahre\u201c umfasst, m\u00fcssen die Lernprozesse noch nicht durch staatliche\nLeistungsnormen gesteuert werden; denkbar ist, dass die Kinder im 4.\u201cSchuljahr\u201c\nin ihrer Leistungsstruktur durch angemessene Vorbereitung an die jeweils\nstaatlichen Normen angepasst werden, damit sie dann m\u00f6glichst problemlos in\nirgendeine Schule, die angeboten wird, \u00fcberwechseln k\u00f6nnen. (In vielen L\u00e4ndern\ngibt es sogar die M\u00f6glichkeit des \u201ehome schooling\u201c f\u00fcr die Grundschulperiode.)\nMindestens die ersten drei Jahre der \u201eSchulzeit\u201c k\u00f6nnten also ganz frei\ngestaltet werden, die drei Jahre vor der Schulreife ohnehin.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 7-j\u00e4hrige\nPeriode, die wir hier ins Auge fassen, w\u00e4re demnach rein nach\nentwicklungspsychologischen und p\u00e4dagogischen Gesichtspunkten einzurichten. Besonders\nin der \u00dcbergangzeit vom Kindergarten zur \u201eSchulzeit\u201c k\u00f6nnen individuelle\nEntwicklungsbesonderheiten einzelner Kinder ber\u00fccksichtigt werden; damit w\u00e4re\neine Struktur geschaffen, durch die die Probleme der Fr\u00fcheinschulung, die ja\nrund um die Welt forciert wird, zumindest etwas abgemildert werden k\u00f6nnen. Der\ngeforderten Schulpflicht wird Gen\u00fcge getan, die p\u00e4dagogischen Ma\u00dfnahmen im\nEinzelnen aber sind frei bestimmbar. <\/p>\n\n\n\n<p>An vielen Orten\nder Erde, wo die sozialen, \u00f6konomischen oder kulturellen Bedingungen f\u00fcr den\nAufbau eines staatlichen, vielleicht sogar mehrgliedrigen Schulsystems\nung\u00fcnstig sind, w\u00e4ren solche kleinen \u201eSchulen\u201c mit relativ geringen Mitteln\neinzurichten: Nicht alle Erzieher- und Lehrkr\u00e4fte m\u00fcssen eine akademische\nAusbildung durchlaufen haben; zum Teil ganz andere Kompetenzen als die an&nbsp; Universit\u00e4ten oder Lehrerseminaren zu\nerwerbenden sind gefragt. Es ist nicht zu denken an gro\u00dfe kostentr\u00e4chtige\nSchulbauten; kein gro\u00dfes Kollegium, das bis zur Ersch\u00f6pfung mit seinen zeitgem\u00e4\u00dfen\ngruppendynamischen Konflikten ringt, Finanzierung, Organisation und Verwaltung\nbleiben \u00fcberschaubar etc. Mit einem Wort: Small is Beautiful \u2013 nach dem\nweltber\u00fchmten Titel von E. F. Schumachers Buch von 1973. <\/p>\n\n\n\n<p>In manchen\nL\u00e4ndern \u2013 vorwiegend der S\u00fcdhalbkugel &#8211; setzt die heutige Bildungspolitik fort,\nwas der \u00fcberwunden geglaubte Kolonialismus tat: Implantierung europ\u00e4isch\/amerikanischer\nDenk- und Lebensart in die jungen Seelen der politisch zwar befreiten, aber\noftmals in ihrer Identit\u00e4t schwer ersch\u00fctterten&nbsp;\nV\u00f6lker. Die Eliten solcher V\u00f6lker schicken ihre Kinder auf International\nSchools oder in die Internate ihrer vormaligen \u201eHerren\u201c; die Grundschulen aber werden\ndenkbar ungen\u00fcgend ausgestattet und gestalten ihre Unterrichtsinhalte vielfach\nnach Ma\u00dfgaben europ\u00e4ischer Schulpl\u00e4ne, die bekanntlich ihren \u201eheimlichen\nLehrplan\u201c mittransportieren, dessen weltanschauliche Pr\u00e4gung oft ebenso weit\nentfernt ist von moderner wissenschaftlicher Erkenntnis wie von dem noch\nlebendigen Weisheitsgut der noch traditionell gef\u00fchrten V\u00f6lker. Ein Beitrag zur\nGewinnung einer neuen Identit\u00e4t ist nur m\u00f6glich durch Besinnung auf die eigenen\nkulturellen und religi\u00f6sen Wurzeln, auf die eigene Sprache, auf die umgebende\nLandschaft etc. Das aber ist unter den heutigen Umst\u00e4nden nur denkbar f\u00fcr die\nersten Jahre eines Schulbesuchs, weil zu starke Konflikte mit den\nBildungsautorit\u00e4ten <\/p>\n\n\n\n<p>-6-<\/p>\n\n\n\n<p>des jeweiligen\nLandes vermieden werden m\u00fcssen. Denn in den h\u00f6heren Schuljahren geht es\nzunehmend um Anpassung der Sch\u00fcler an das gegenw\u00e4rtig g\u00fcltige Sozialsystem der\nGesellschaft, in das sie hineinwachsen sollen. Daf\u00fcr haben die Beh\u00f6rden zu\nsorgen. Auch dieser Gedanke spricht daf\u00fcr, das Bild einer kleinen Schule zu\nentwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Basic School<\/p>\n\n\n\n<p>In den 7 Jahren\ngeht es um die Erm\u00f6glichung von Kindheit, den Aufbau der individuellen\nGesundheit, die Grundlegung einer allgemeinen Bildung und das Er\u00fcben von\nArbeit. Die Waldorfp\u00e4dagogik, die sich seit 90 Jahren rund um die Erde ausbreitet,\narbeitet, von der anthroposophischen Menschenkunde Rudolf Steiners ausgehend,\nan den anthropologischen&nbsp; und\nmethodischen Grundlagen f\u00fcr diese Aufgabenstellung. Neben der Intelligenzentwicklung\nund der Gem\u00fctsentfaltung des Kindes wird der Ausbildung seines Willens\nbesondere Aufmerksamkeit gewidmet. Im Sinne der hier vertretenen elementaren\nHandlungsp\u00e4dagogik aber zeigt auch die Waldorfschule ihre\nEntwicklungsbed\u00fcrftigkeit. Mit Blick auf die Not der Kinder und geleitet von\nder Frage: \u201eWas m\u00fcssen die Kinder von heute in 30 Jahren k\u00f6nnen?\u201c&nbsp; stellen sich uns Aufgaben in der Richtung,\ndie im Abschnitt 2 dargestellt ist. Unterrichtsinhalte und&nbsp; \u2013methoden der Mittel- und Oberstufen zu\nver\u00e4ndern, st\u00f6\u00dft auf gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeiten, die angedeutet wurden; die ersten\nvier Schuljahre und die Kindergartenzeit sind, wie dargelegt, am ehesten\nmodifizierbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die volle\nSch\u00f6nheit und Tiefe der Waldorfp\u00e4dagogik entfaltet sich schon in den ersten 4\nSchuljahren; Spiel und Arbeit gehen flie\u00dfend ineinander \u00fcber, die Weltinhalte\noffenbaren sich in Bildern, Kinder und Lehrer arbeiten zusammen an der Bildung\neiner Schicksalsgemeinschaft, in der nicht Konkurrenz herrscht, sondern\ngegenseitige Hilfeleistung ge\u00fcbt wird. \u00dcberall in den 6. Klassen beginnen neue\nProbleme, weil das Verh\u00e4ltnis des Kindes zur Welt und zum anderen Menschen sich\nim 12. Lebensjahr konstitutionell \u00e4ndert. Basic School k\u00f6nnte also auch in die\n5. Klasse hinein verl\u00e4ngert werden, je nach Bedingungen und M\u00f6glichkeiten des\nOrtes und der Menschen; f\u00fcr die Arbeit im 6. Schuljahr aber w\u00e4ren ganz neue\ndidaktische und methodische Leitlinien bestimmend. Aus diesem Grunde wird Basic\nSchool auf 4, h\u00f6chstens 5 Schuljahre begrenzt gedacht; zu der Ganzheit dieser Schulform\ngeh\u00f6ren, wie gesagt, die drei vorausgehenden Jahre der Kindergartenzeit, also 7\nbzw.8 Jahre insgesamt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben also\ndas Bild einer Minimalform von \u201eSchule\u201c vor Augen, die ein ganzheitliches\np\u00e4dagogisches Angebot f\u00fcr Kinder zwischen 4 und 10 Jahren darstellt. Es handelt\nsich nicht um das Bruchst\u00fcck einer richtigen Schule, um \u201enur\u201c die Unterstufe,\nsondern um eine vollst\u00e4ndige Einrichtung, d.h. die Bereitstellung eines\nLernorts f\u00fcr Kinder des genannten Alters. Ein solcher kann mit relativ geringem\nAufwand an Kr\u00e4ften und Kosten gestaltet werden; die Verantwortung f\u00fcr einen m\u00f6glichen\nweiteren Bildungsgang des einzelnen Kindes kann nur in die H\u00e4nde derer gelegt\nwerden, die die Mittel daf\u00fcr aufbringen. Um diese Gestalt von Basic School\ndenken zu k\u00f6nnen, muss man das Ideal der 12j\u00e4hrigen Waldorfschule loslassen und\nsich darauf besinnen, welche Kr\u00e4fte und Kompetenzen in der sich zuspitzenden\nKrise der Kindheit \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung stehen. Die kleinen \u201eSchulen\u201c werden\ndie Keime sein k\u00f6nnen f\u00fcr v\u00f6llig neue Lernorte, zu deren detaillierter\nVorstellung uns heute die Phantasie noch fehlt. Wir wollen Rettungsinseln\nschaffen f\u00fcr die Kindheit und damit f\u00fcr die Phantasief\u00e4higkeit der Menschheit.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Memorandum f\u00fcr eine elementare Handlungsp\u00e4dagogik Peter Guttenh\u00f6fer 2011 Auf unserer sch\u00f6nen Erde ist die Natur in Gefahr. 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